Alle biologischen Gewebe haben die Fähigkeit zum Wachstum im Sinne einer Zunahme des Volumens und der Masse. Die menschliche Muskulatur ist in dieser Hinsicht besonders wachstumsfreudig und reagiert relativ schnell mit einer Adaption ihrer Größe und Zusammensetzung an auferlegte (sportliche) Anforderungen.
Muskeln wachsen vorrangig durch zwei Mechanismen:
Hypertrophie und Hyperplasie finden auch auf subzellulärer Ebene statt, beispielsweise in Bezug auf Myofibrillen oder intrazelluläre Organellen.
Die Frühe Forschungsarbeit auf diesem Gebiet hatte große Probleme durch mangelhafte Technologie. So war Muskelwachstum lange Zeit nur schwer messbar. Muskeln mussten aus Versuchstieren entfernt und gewogen werden. Dadurch konnte man die Entwicklung ein und desselben Muskels nicht über längere Zeit beobachten, sondern musste sich statistischer Werte bedienen.
Inzwischen kann man mit der Magnetresonanztomographie (MRT) dreidimensionale Bilder einzelner Muskeln aufnehmen und das Muskelvolumen computergestützt berechnen.